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Da wir das burmesische Busfahren etwasüber hatten und wir dem burmesischen Zug nicht so ganz über den Weg getraut haben, kam uns die Möglichkeit mit dem Schiff weiter nach Mandalay zu fahren gerade recht. Wir buchten also am Vorabend ein im Hotel ein Ticket nach Mandalay. Das Schiff sollte die Strecke in ca. 10 Stunden bewältigen, gedauert hat es aber dann 12 Stunden, woran ich nicht so ganz unschuldig war, aber der Reihe nach.

Der Pickup zum Boot

Da das Schiff um Frühstücksbox Frühstücksbox 05:30 ablegen sollte, wurde der vom Hotel organisierte und von uns bezahlte Transfer um 06 Uhr angesetzt. Das Taxi, irgend so ein Nobelkarre, stand pünktlich am Eingang zum Hotel, nur das Housekeeping hat verpennt. In Burma wird jedes Zimmer erst noch vom Housekeeping abgenommen bevor der Gast entlassen ist. Als nach 10 Minuten sich das Zimmermädchen noch immer nicht zurückmeldete, hopste ich demonstrativ von einem Bein auf das Andere und nach weiteren 2 Minuten rannte der Nighty mit Verstärkung los und checkte selbst das Zimmer. Wir stiegen in das 5000 Kyat Taxi ein und als es grünes Licht fürs Zimmer gab, heizte der Schlitten die 5 km zum Fluss.

Schiff ahoi

Am Fluss angekommen waren außer uns einer Menge anderen schlaflosen Burmesen niemand, wir stiegen aus, nahmen unserer Gepäck und  Blick nach Achtern auf den Irrawaddy Blick nach Achtern auf den Irrawaddygaben dem Fahrer die 5000 Kyat. Das war aber zu wenig, er wollte das Doppelte. Andreas erklärte der Preise wäre somit dem Hotel abgemacht gewesen. Natürlich mischten sich nun auch die übrigen unbeteiligten Burmesen am Fluss mit ein. Auf Grund der Uhrzeit war mir diese Diskussion zu wider und ich latschte unbeeindruckt zum Schiff, balancierte über eine wacklige Holzlatte an Board, verstaute mein Gepäck im Rumpf des Boots und suchte mir auf Deck den höchsten Platz. Um 5:25 Uhr kamen noch weitere 15 Leute und 10 Minuten später wurden die Motoren gestartet und das Schiff legte ab und machte sich im Dunkeln Flussaufwärts nach Mandalay auf. Den Fahrtwind unterschätze ich ganz schön und so musste ich wieder Unterdeck mein Rucksack suchen um was langärmeliges anzuziehen.

Unbemerkt bahnt sich eine Katastrophe an

Die Sonne  Andreas beim lecker Mittagessen Andreas beim lecker Mittagessenging auf, das Frühstück wurde in Form von einem Croissant, einem hartgekochten noch warmen Ei, einer Banane und Tee soviel man wollte. Nachdem Frühstück etwas an Deck mit dem Passagieren gequatscht und eine Australierin erzählte, dass sie am Vortag den Ballonflug über Bagan mit Ihrem Mann gemacht hatte und es traumhaft gewesen sein muss, so ganz ohne Sonne.
Irgendwann lief gelangweilt an Bord entlang und kam am Maschinenraum vorbei, wo ein erstaunlich gut gewarteter Dieselmotor auf einem 1,5 Meter hohen Gestell stand und das Schiff Antrieb. Aus dem Maschinenraum kam ein Schlauch welcher über das Deck lief und Kühlwasser in den Fluss pumpte. Gelangweilt stieg ich mit dem Fuß auf den Schlauch und war  Das Tau und die Schraube Das Tau und die Schraubeüberrascht wie weich der war, der Wasserstrahl ebbte ab. Als ich den Fuß wieder vom Schlauch nahm schoss das Wasser wieder raus. Lustig, ich habe das ein paar mal gemacht und beim vierten Mal schoss kein Wasser mehr raus. Hmmm vl hatte die Pumpe Luft gezogen und braucht nen Augenblick, aber nix passierte. Ich ging wieder an meinen Platz.
Die Zeit verging und drei Stunden später lief ich wieder eine Runde und kam wieder am Maschinenraum vorbei wo der, Schlauch noch immer kein Wasser führte.

Die Plastiktüte und der Luftansaugstutzen des Schiffsdiesel

Da aber durch das große Gitter des Maschinenraum schöne warme Luft drang blieb ich direkt davor stehen und wärmte mir den Hintern. Irgendwann lief mir die Nase, so zog ich ein Taschentuch aus Tasche als es plopp machte. Neben meiner Tasche war der Luftansaugstutzen der Maschine welcher eine Plastiktüte aus meine Tasche zog, die jetzt so halb den Schlauch verdeckte. Panisch versuchte ich die Plastiktüte vom Schlauch zu fummeln, aber die Saugleistung des Motors war gigantisch und plötzlich verdeckte die Tüte nahezu den ganzen Schlauch und der Motor kam ins stottern, erholte sich aber nach 15 Sekunden wieder. Naja besser nichts mehr machen solange er läuft. Ich setzte mich wieder, aber das Schiff war jetzt nicht mehr ganz so schnell unterwegs und qualmte auch mehr als vorher.

Das Personal wird hektisch

Zwei Stunden nachdem Mittagessen und gute 6 Stunden nachdem Zwischenfall mit dem Schlauch, sah ich oben vom Deck wie der Maschinist des Wegs kam, er lief am Schlauch vorbei sah irritiert drauf und blieb stehen, drehte sich um sah in den Maschineraum, dann entgleiste sein Gesichtsausdruck und rannte weg. Neugierig geworden ging ich auch runter und musste leider feststellen, das der Maschinenraum 1,5 Meter unter Wasser stand. Das Gestell des Dieselmotors war nicht mehr zu sehen und das Wasser, welches gegen Motor schwabbte, zischte. Der Maschinist kam zurück und steckte einen Matrosen in den Maschinenraum, welche mit einem Eimer das Wasser rausschöpfen musste.
Der Kühlwasserschlauch auf den ich gestiegen war, war nur lose Bild Bild auf dem Pumpe gesteckt worden und durch das draufsteigen und den damit verbundenen Druckanstieg rutschte der Schlauch von der Pumpe, die pumpte dann das Wasser in den Maschinenraum.
Als der Maschinenraum trocken gelegt war, heulte plötzlich der Dieselmotor auf, der Maschinist hatte die Plastiktüte entdeckt und beseitigt. Das Schiff hörte zum qualmen auf und fuhr wieder deutlich schneller.

Das Treibgut

Kurz vor dem Ziel von Mandalay wurde das Schiff dann wieder langsamer und langsamer, bis der Motor dann ganz ausging. Das Personal fand schnell den Fehler, ein längeres Haltetau hatte sich in der Schiffschraube verfangen. Nach 20 Minuten war die Schraube vom Tau befreit und wir fuhren ohne weitere Vorkommnisse weiter nach Mandalay wo wir mit einer Verspätung von zwei Stunden eintrafen.

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Kommentare der Besucher:

Patricia schrieb am 09:04 13.03.2016:

Es wird Zeit das du wieder nach Deutschland kommst sonst stellst du im Ausland noch mehr Unfug an ;-)