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Tag 9

Der Ruhetag gestern hat gut getan und somit fiel es neben dem schönen Winterwetter leicht los zu laufen

Winterwonderland

Nach dem Bezahlen der Essensrechnung, die zwei Tage Zimmerbenutzung haben sie uns in der Gokyo Namaste Lodge geschenkt, bekamen Andreas und ich noch jeder ein kleines Röllchen KekseOfen mit YakköddelOfen mit Yakköddel geschenkt und nach einer herzlichen Verabschiedung durch Sohn und Besitzer sind wir dann raus in den Schnee und konnten uns erst gar nicht an der verschneiten Umgebung satt sehen. Blauer Himmel, keine Wolken, und Sonne pur, so kann die Solarzelle am Rucksack auch die Batterie mal wieder richtig aufladen, denn noch immer verlangen die Lodges zwischen 200 und 300 NRP für das Laden von Batterien.

Beim Reden das Navigieren vergessen

Nach knapp einer halben Stunde wurden wir bei einer Fotosession auf gut Bayrisch von Angelika auf mein Sonnenkraftwerk am Rucksack angesprochen. Angelika war mit ihrem Sherpakumpel Pemba Sherpa unterwegs und hatten wohl auch vorgestern den Weg über den Renjo uriger Gastraumuriger GastraumLa Pass gewagt. Schnell etablierte sich eine rege Unterhaltung und nach zwei Stunden, wir hätten eigentlich gerade aus laufen, also auf der rechten Talseite nach Dhole laufen sollen, bogen wir mit den beiden über eine Brücke ab auf die linke Seite. Nachdem der Weg dann etwas an Steigung gewann, setzten sich Angelika und Pemba etwas ab und wir liefen alleine weiter Berg auf. Nach 20 Minuten bemerkten wir den Fauxpas auf der falschen Seite des Tales zu sein. An sich wäre das zwar kein großer Fehler gewesen, aber uns wurde gesagt, das um diese Zeit die Linke Talseite noch nicht bewirtschaftet sei und wir dadurch 7 Stunden zum nächsten Ort laufen müssten. Auf der rechten Talseite wären mehr Lodges bewirtschaftet gewesen und somit hätte man die nur 4 Stunden bis z nächsten Lodge gebraucht.

Querfeldein durch Dornenbüsche

Die anderen Beiden waren nicht zu sehen, warten wollten wir nicht und so fragten wir auf einem Art Bauernhof nachdem weg nach Dhole. Die Antwort zurück zur Brücke gefiel uns gar nicht. nepalesische Küchenepalesische KücheSomit versuchten wir unter mahnenden Rufen des Bauern, nicht den Fluss zu queren, eben diesen erfolglos zu queren. Entweder eine flache Stelle war vereist, oder die Stelle zu schmal und der Fluss zu reißend.
Meine Idee etwas flussabwärts zu laufen brach Andreas kurze Zeit später panisch ab und versuchte querfeldein wieder auf den alten Weg zu kommen. Somit liefen wir kurze Zeit später fast hüfttief durch Sträucher und Dornenbüsche. Einmal kurz nicht aufgepasst verlor ich das Gleichgewicht und landete kopfüber im Gestrüpp. Glücklicherweise mit Kopf voraus in etwas ohne Dornen. Eine hitzige Diskussion über die Sinnhaftigkeit dieses Unterfangen entbrannte und ich setzte meinen Weg über einen Tiertrampelpfad weiter, während Andreas sich weiter durch des Gestrüpp kämpfte und den Pfiffen und Rufen von Angelika und Pemba S. folgte. Die Beiden hatten vom Weg aus besseren Blick und Lotsen uns wieder zurück auf den richtigen falschen Weg.

Ein Fehler mit Folgen

Wir gleisten nun auch die Beiden auf, dass es auf dieser Talseite einen längeren Marsch zur nächsten bewirtschaften Lodge geben würde und nachdem die Beiden auch keinen Lust mehr hatten zur Brücke zurück laufen, setzten wir unseren Weg gemeinsam fort. Nach drei Stunden sind wir dann in die Nähe einer Lodge nepalesisch kochennepalesisch kochengekommen, wo Pemba S. freudig winkend im Eingang stand und uns mitteilte, dass die Besitzerin eigentlich heute nach Phortse wollte aber die Lodge wegen uns offen lassen würde und erst morgen mit uns zusammen nach Phortse laufen wollte.
Kurze Zeit später saßen wir in einem urigen Gastraum, mit gigantischen Blick auf die andere Talseite bei einer leckeren Tasse Milchtee und freuten uns gemeinsam über diese Schöne Unterkunft.

In der Küche

Als der Abend näher rückte, suchten wir unser Abendessen aus, und alle suchten wir uns Bratkartoffeln mit Käse aus. Die Gastgeberin fing sofort an Kartoffeln zu kochen und Bempa wechselte immer zwischen Gastraum und Küche hin und her. Wenig später meinte Bempa wir sollen mal in die Küche kommen. In Nepal ist es nicht gestattet in eine fremde Küchen zu gehen, aber die Gastgeberin hatte nichts dagegen und war vollkommen entzückt als wir uns alle in der Küche nieder ließen. Pemba schnitt eine Kartoffel in vier Teile gab uns allen eine und reichte noch ein Schälchen mit horrorscharfem Chilipulver rum. Ich selbst dippte meine Kartoffel nur sehr kurz in das Pulver und die vier Krümel reichten aus um mich zum schniefen zu bringen. Pemba fuhr mit seiner Kartoffel voll durch das Pulver und stopfte sich das regungslos in den Mund. Die Gastgeberin lachte herzlich als sie uns sah. Schnell war eine zweite und dritte Kartoffel geviertelt und das Prozedere wiederholte sich. Schnell fand ich gefallen und ich wurde mutiger, aus den vier Krümel wurde schnell eine rote Kartoffelspitze. Dieses Chilipulver war nicht nur sehr scharf, sondern hatte tatsächlich noch einen richtig guten Geschmack.

Einmal Yakdung ist frei

Das Essen war fertig, der Ofen im Gastraum mit Yakdung gefüllt und kurze Zeit später wars mollig warm. Nun leider SonnenuntergangSonnenunterganghält Yakscheisse nicht allzulange die Wärme und Pemba S. stopfte mit vollen Händen den Ofen wieder voll. Nach dreimal und drei Stunden war das Brennmaterial auf gebraucht und die Besitzerin verlangte 100 NRP für jedes Nachlegen, da nur die erste Füllung aufs Haus ging. Naja was soll’s. Wir hatten es gemütlich warm und einen lustigen Abend, speziell nachdem die Besitzerin noch ein Täschen Roxi, heißes Wasser mit hochprozentigem, springen hat lassen.

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