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Nachdem die letzten Tage in Saigon weniger entspannend waren und wir eigentlich im Urlaub, hatten wir uns dazu entschlossen in Mui Ne einen SchlafbusSchlafbuskleinen Zwischenstopp einzulegen. Im Reiseführer wurde Mui Ne als gemütliches Fischerdorf beschrieben, welches in den letzten Jahren aus einem touristischen Tiefschlaf erwacht ist. Neben neuen Hotels welche wie Pilze aus den Boden schießen, nicht zu letzt durch eine hohe Anzahl an russischen Touristen, lebt die Ortschaft auch vom traumhaften Strand mit türkisfarbenem Wasser. Na dann aufgehts.

Die ungewöhnliche Fahrt im Bus

Den Bus hatten wir wieder beim Tourdesk direkt vor dem Hotel in Saigon gebucht und sofort einen Discount von 60k Dong für beide bekommen, somit zahlten wir nur noch 220k Dong für einen Sleeper Bus. Beim Betreten des Busses bekam jeder eine Plastiktüte worin man seine Straßenschuhe verstauen musste. Verwöhnt von den Little Mui Ne Cottage RessortLittle Mui Ne Cottage RessortGiant Ibis Schlafbussen staunten wir nicht schlecht, als wir den Bus mit den Liegesitzen mit asiatischen Ausmaßen sahen. In diesem Bus waren die schmalen Sitzen in drei Reihen zu zwei Ebenen angeordnet, am Fenster und in der Mitte. Auf der oberen Ebene, wo wir auch saßen, konnte man kaum aufrecht sitzen, ohne an der Decke anzustoßen. Da die Liegesitze mit der hinteren Reihe überlappten, ergab sich dadurch ein schmaler Fußraum, wo der europäische Fuß nicht hochkant reinpasste. Des Weiteren gab es kein Platz für das Handgepäck, dieses und die Tüte mit Schuhen musste man noch irgendwie mit untergekommen. Anfangs fand man noch eine Möglichkeit alles zu verstauen, aber je länger die Fahrt ging, desto unbequemer wurde alles. Ich war heil froh, als der Bus 30 Minuten vor der erwarteten Ankunftszeit uns direkt vor dem Hotel raus lies.

Das Little Mui Ne Cottage Ressort

Das Ressort lag direkt am Stand und schon beim Betreten der Anlage fühlte man sich wie im Paradis, wenn man die Strand von Mui NeStrand von Mui NeKulisse aus Bungalows und Palmen mit dem Pool im Vordergrund sah. Hier lügten die Bilder auf Booking.com schon mal nicht. Einzig was die Atmosphäre etwas trübte waren die 38 Grad und gefühlt 200% Luftfeuchtigkeit, was einem augenblicklich den Schweiß aus jeder Pore trieb. Wir waren im Haupthaus im obersten Stock untergekommen, eigentlich ganz schön, aber drei Stockwerke in der Hitze und mit dem knackigen Muskelkater, welcher noch immer nicht besser geworden ist, eine Tortur.
Aber der beschwerliche Aufstieg wurde mit einem grandiosen Ausblick auf die Anlage und das Meer mit schöner Brandung. Von oben konnte man auch den Pool einsehen, welcher ein gewaltiges Algenproblem hatte, da das Wasser ziemlich grün war und sich auf dem Boden des Pools ein riesiger Algenteppich breit machte, welcher der Poolboy versuchte abzusaugen. Naja wer braucht schon ein Pool, wenn das Meer nur 20 Meter entfernt ist.

Das Meer

Am Strand mussten Fairy StreamFairy Streamwir schnell feststellen, das die Beschreibung aus dem Reiseführer dramatisch von dem abwich, was die Wirklichkeit her gab. Auffällig war schon mal der viele Müll, welcher das Meer anschwemmte, gut das kann natürlich je nach Strömungen an anderen Abschnitten wieder anders aussehen, aber vom türkisfarbenem Meer war nix zu sehen. Das Wasser hier im Meer war ähnlich drübe wie im Pool. Ebenfalls war ziemlich viele Pflanzen und Algen im Wasser, welche sich unangenehm um die Beine zogen. Also von Koh Rong sind wir hier noch nicht weit entfernt, somit war, auch wegen der starken Brandung, der Badespass schnell beendet.

Das Amuse-Gueule

Allerdings war der Sand in der Brandung reich an Muscheln, ich sammelte einige und wollte diese als Vorspeise kochen, leider zog Andreas überhaupt nicht mit. Tja schade und somit nahm ich nur die größte Muschel meines Fanges mit, kochte diese im Wasserkocher des Hotelzimmers und aß das Muschelfleisch. War super lecker und ich ärgerte mich, dass ich nicht alle mitgenommen hatte. Andreas regte sich danach fürchterlich auf, dass nun alles nach Fisch müffeln würde, aber bitte, die Muschel hätte frischer nicht sein können.

Die Dünen von Mui Ne

In Mui Ne gibt’s aber WasserfallWasserfallnoch weitere Sehenswürdigkeiten, wie die weiße und rote Dünen von Mui Ne. Eigentlich ganz einfach zu erreichen, wenn man sich hier einen Scooter für wenig Geld mietet. In diversen Foren und von Erzählungen andere ist das nicht so einfach, denn hier in Mui Ne hat sich die Polizei ein weitere Finanzielles Standbein mit dem Abzocken von Touristen aufgebaut.
Auf dem Weg zu den Dünen steht die Polizei am Straßenrand und zieht die Touristen auf den Scooter raus. Hier werden Verstöße gesucht und zur Kasse gebeten, finden Sie keine, wird ein Blitzer Foto mit überhöhter Geschwindigkeit gezeigt und 60 Dollar gefordert.
Somit buchten wir eine Jeeptour für 5$ pro Person. Es gab noch eine Tour für 20$, diese aber dann nur exclusive für zwei Personen. Die 10$ wollten wir aber nicht berappen und somit teilten wir uns mit fünf anderen Personen zuzüglich des Fahrers einen Jeep Fischerboote in der BuchtFischerboote in der Buchtmit eigentlich vier Sitzplätzen. Wir waren allerdings in der glücklichen Lage, dass wir im Kofferraum auf zwei Sitzen Platz nehmen konnten und uns nicht im Fahrgastraum zusammenquetschen mussten.

Fairy Streams

Das erste Ziel der Tour befand sich in Laufdistanz zum Hotel. Das Fairy Stream war ein kleines Flüsschen mit einem Bachbett aus rotem Sand. Dafür hatten wir 30 Minuten, sagte der Fahrer. Für den Eintritt mussten wir 30k Dong berappen. Man lief Flüsschen aufwärts durch einen kleinen Canyon mit jeder Menge anderer hauptsächlich asiatischen Touristen vorbei an teils eindrucksvollen Gesteinsformationen. Der Canyon endete an einem Wasserfall, welchen so zu nennen absolut übertrieben war. Über einen Fels lief ein kleines Rinnsal runter. Bis zu diesem Punkt hatten wir aber schon 25 Minuten gebraucht, Andreas hatte etwas Panik, ich blieb entspannt. Wir waren dann 20 Minuten später als geplant am Bus, aber noch nicht die letzten. Dem Fahrer war es Wurst.

Fotostop am Fischerdorf

Der nächste Stop war in einem Fischerdorf mit schöner Aussicht auf die Bucht, wo hunderte kleine Fischerboote vor Anker langen. 5 Minuten Pause meinte der Fahrer und alles strömte los um das beste Foto zumachen, kaum Fertig ging’s wieder zurück zu Jeep und weiter zum nächsten Ziel. Das war eine richtig asiatische Aktion heute, Weiße DüneWeiße DüneZiel-Aussteigen-Foto-Einsteigen-Weiter.

Die weißen Dünen von Mui Ne

Auf dem Weg zu denn weißen Dünen passierten wir tatsächlich eine Polizeikontrolle, welche gerade einen Touristen auf dem Scooter anhielt. Ich war aber eher verwundert, das es nur ein Polizist war und weit und breit kein Fahrzeug war. Wären wir das gewesen, wäre ich vermutlich einfach weitergefahren.
Bei den Dünen angekommen, wir hätten 30 Minuten Zeit, war ich doch erstaunt, zum Einen wuchsen da wie aus dem nichts wirklich weiße Dünen und zum Anderen fuhren hier Einheimische mit Quads die Touristen in spektakulärer Weise off-road über die Dünen auf die höchste Erhebung. Da uns aber 220k Dong pro Nase deutlich zu viel war, liefen wir zu Fuß durch den Sand, ich barfuß und Andreas mit Turnschuhen. Da die Sonne gerade am Untergehen war, war der Sand auf der Oberfläche zumindest nicht mehr heiß. Auf der zweithöchsten Erhebung machten wir Happy im JeepHappy im Jeephalt für einen Fotostop. Der Weg hier her war nicht ganz ungefährlich, die Quads und Jeeps doch Teil mit einer ganz schönen Geschwindigkeit unterwegs waren und die Fussgänger nicht ausmachen können, wenn sie über einen Hügel fahren. Zum Glück waren Quads und Jeeps so laut, dass man die Annäherung hörte und auch sicher war, das man die Landschaft nicht genießen konnte. Oben auf de Düne war der Sand durch den Wind ziemlich weich aufgeschüttet worden und man sank tiefer ein, als noch am Fuße der Düne. Unter der Oberfläche war der Sand deutlich heißer, aber gerade noch zum Aushalten, nur Andreas rieselte der Sand kiloweise in die Schuhe und Socken :-)

Die roten Dünen von Mui Ne

Das letzte Ziel des Nachmittags, Sonnenuntergang an der roten DüneSonnenuntergang an der roten Dünewo für wir wieder 30 Minuten Zeit hatten, waren dann die roten Dünen, im Prinzip wie die weißen, nur rot und ohne Quads/Jeeps, dafür mit Kinder, welche aus dicken Plastikfolien geschnittene Stücke als Schlitten umfunktioniert an Touristen vermieteten, welche dann die roten Dünen runterfahren konnten. Die roten Dünen wären im Sonnenuntergang bestimmt spektakulär gewesen, aber die Sonne hatte keinen Bock heute und verschwand leider frühzeitig hinter Wolken. Da wir eh bis auf die Unterhose durch geschwitzt waren, gingen wir zügig zum Jeep und halbwegs in der Zeit zum Jeep zurück.
Auch wenn der Nachmittag extrem heiß und im Jeep eng war, waren wir ganz froh das wir nicht die 20 USD Tour gebucht hatten.

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