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Frühstück?

Wie schon erwähnt, war die Nacht irgendwie recht kurz, aber der Powernap hatte gut getan und somit war ich nicht wirklich müde und erstaunlich fit. Sonnenaufgang aus dem Flugzeug mit Blick auf die VAEAnflug auf DubaiWährend der Nacht hatten wir ja immer wieder die Gelegenheit auf die eingeblendeten Flugdaten einen Blick zu werfen, und dabei ist uns nicht entgangen das der Piloten streckenweise ziemlich auf die Tube gedrückt haben muss, denn das Flugzeug hatte teils Geschwindigkeiten von 1082 km/h drauf. Somit war ich auch nicht verwundert, als sich dann um ca. 5:30 eine hektische Betriebsamkeit breit machte. Innerlich sah ich mich vor einem ebenso leckeren Frühstück, mit warmen Croissants, Marmelade und einer heisse Schokolade. Ich wurde jäh aus meinen Träumereien um das Frühstück gerissen, als der Pilot irgendwas von Landung erzählte und wir irgendwie erheblich früher in Dubai wären als geplant.

Auf nach Dubai

Der Anflug war eher unspektakulär, mal abgesehen von einem schönen Sonnenaufgang.
Die Suche nach dem Gepäckband war nicht ganz einfach, da wir uns kurzzeitig verlaufen hatten, das Terminal hier in Dubai ist auch verschwenderisch und sehr grosszügig angelegt. In der Haupthalle Deckenhöhen von geschätzten 15 Meter und doch wirkte das Ganze nicht protzig. Vielleicht wars Vorahnung des Piloten oder doch nur der Rückenwind mit 110 km/h das wir zu früh angekommen Eine riesige Halle alleine für die Gepäckausgabe. So wird man in Dubai willkommen geheissenDubai International Airportsind, aber die Einreise nach Dubai hatte den zeitlichen Vorteil von 45 Minuten deutlich aufgefressen. Bei der Einreise wurde jeder Passagier von einem vollkommen motiviert Sicherheitsbeamten biometrisch erfasst. Jedenfalls funktionierte das Verfahren nicht, und so musste durchschnittlich jeder zweite Einreisende zwei- oder mehrmals gescannt werden, bevor der Computer grünes Licht gab und der Sicherheitsbeamte den Visastempel in den Ausweis drückte.
Danach war man frei und konnte zum Gepäckband gehen. Die Metro war schnell gefunden, das Tagesticket für umgerechnet 3 Euro bezahlt. Danach wuselte Andi hysterisch rum um einen Metroplan zu bekommen, für ein Netz mit zwei Linien ganz wichtig. Naja es gab keinen, so machten wir uns an die schwere Aufgabe die einzige Linie zu finden, welche vom Flughafen in die Stadt führte.
Das Hotel wollte für die Fahrt vom Flughafen zum Hotel 20 Euro haben. Um so lustiger war die Tatsache, als wir an der richtigen Haltestelle die Metro verlassen hatten, das Andi plötzlich sagte, oh schaumal da drüben ist der Flughafen. Nachdem wir während der Fahrt noch die Linie wechseln mussten, waren wir eigentlich genau hinter dem Flughafen angekommen, also quasi kein Kilometer entfernt.
Bis dato waren wir auch permanent unter Kühlung gewesen, denn der Weg bis hier her, war lückenlos gekühlt. Der Schritt aus dem Metro Gebäude raus nicht mehr, und so sahen wir uns gezwungen die 500 Meter zum Hotel unkühlt zu laufen, Schweissgebadet waren wir im Hotel angekommen um der Gepäck unterzustellen um dann ohne weitere Zeit zu verlieren in die Kultur von Dubai eintauchen zu können. Ohne Gepäckt ging's dann souverän mit der Metro in die Innenstadt von Dubai, schnell an einem Geldautomat 500 Dirham gezogen, circa 100 Euro, wie soll's auch anders sein, statt den Betrag gesplittet zu bekommen, gabs eine 500 Dirham Note.

Träumerein und die Wirklichkeit

Auf dem Weg vom Geldautomat in die Innenstadt sah ich mich schon über einen Gewürzsouk wandeln, umgeben von Düften aus 1001 Nacht. Auf dem kurzen Fussmarsch dort hin kamen wir an etlichen Grosshändler vorbei, die Kardamom, Zimt und andere wohlduftende Gewürze unromantisch in 30 Kilo Säcken verschacherten.
Am Souk angekommen, mal wieder Realität, es war halb neun, kein Laden hatte offen. Da wir Durst hatten, suchten wir vergeblich einen Supermarkt. Nach einer schweisstreibenden Irrsuche in Downtown Dubai, die Temperaturen waren inzwischen aufGrosszügig gestaltetes GlasdachGlasdach der Shopping Mal knackige 35 Grad angestiegen, entschieden wir die Suche hier in der Innenstadt abzubrechen und in die klimatisierte Emirate Mall zu fahren. So ging die Fahrt vorbei am Burj Khalifa, Jumeirah Beach Hotel und Bur Al Scharab, oder so ähnlich. Bei der Mall angekommen, empfing uns kalte Luft und wenig später ein Sandwich und lecker Wasser.
Die Hürde Essen für 20 Dirham mit einer 500 Dirham Note zu bezahlen, war unter dem gelangweilten Blick des Verkäufers schnell genommen. Da es in der Mall keine der üblichen Sitzgelegenheiten gab, wie man das so aus dem Olympia Einkaufszentrum kennt, hatten wir uns frech irgendwo an einen Eingang gesetzt und unter den irritierten Blicken der Mallbesucher uns das Sandwich und Wasser schmecken lassen. Für alle die neben dem Shoppen noch ne schnelle Abfahrt machen wollenSkihalle in der Shopping Mall

Dubai oder Schweiz

So gestärkt hatten wir uns in der Mall umgeschaut und staunten nicht als wir plötzlich im Restaurant St. Moritz standen. Erst waren wir überrascht und kurz darauf schockiert, hätten wir skifahren können. Die haben da tatsächlich eine Skihalle in die Wüste gebaut. Sah aus wie in der Schweiz, wenn man man sich die Klimaaggregate mal wegdenkt, mit blauen und roten Pisten, ein gemütlich fahrender Sessellift, einer kurzen Bobbahn und viel Schnee, der durch seine graue Färbung auch schon mal bessere Tage gesehen haben musste. Ich wusste zwar, dass es in Dubai sowas gibt, hatte aber nicht damit ein einem Einkaufszentrum gerechnet. Dubai eine andere Welt.

Nachtrag: Es stelle sich eben heraus, dass das Hotel Bur Al Arab heisst. http://www.burjalarab.com/

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