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Heute war der erste Ausflug angesetzt. Es sollte nach Thikse und Spituk gehen, beides sehr bekannte Klöster des Gelbmützenordens.

Böse Sonne

Als ich heute morgen in den Spiegel geschaut hatte, war mein Gesicht leicht gerötet, hatte mich die Sonne doch noch erwischt. Aber nicht so schlimm wie bei Andy, der Arme hatte sich wohl gestern einen leichten Sonnenstich geholten, jedenfalls war seine Nacht geprägt von Schwindel, Übelkeit, Schüttelfrost und nem mörder Durst.
Von den nächtlichen beinahe Kotzattacken hatte ich nichts mitbekommen, ist mein Schlaf hier oben ziemlich tief. Da vom gestrigen Abendessen noch eine Coke übrig geblieben war, hatte ich ihm die erstmal eingeflößt, um seinen Kreislauf in Gang zubekommen. Kurze Zeit später wechselte er dann von blass auf braun, und es schien ihm wieder besser zu gehen. Gleichzeitig für mich ein Mahnmal, vor dieser Sonne vorsichtig zu sein.

Auf nach Thikse

 Kloster Thikse von der Seite Kloster Thikse von der SeiteNach einem leckeren Frühstück holte uns ein Fahrer ab und fuhr uns zum Kloster, welches 19km südöstlich von Leh liegt. Die ganze Klosteranlage liegt an einem Hang wo die ganzen Mönchsquartiere liegen und auf der Hügelspitze der komplette Klosterblock. Über die Straße kommt man bequem zum Parkplatz, von da aus kann man einen steilen Weg in das Kloster nehmen.

Die Morgenpunja

Eine Herausforderung waren die steilen Stufen hinauf zum Klosterhof, vor dem dann der Eintritt von 30 Rupee pro Person fällig geworden ist.
Im Tschokhang war gerade die Morgenpuja in vollem Gange.  Der Tschokhang von Thikse Der Tschokhang von ThikseIn diesem Versammlungsraum sitzen die Mönche und meditieren bei monotonem Gegrummel von alten Texten und Einlage von Instrumenten. Zwischen drin laufen immer wieder junge Mönche umher und gießen Tee in die Schalen der Meditierenden. Dieser düstere und sehr mystische Klosterraum verbreite eine besondere Atmosphäre, vorallem fand ich interessant, dass nur die älteren Mönche dieses Ritual wirklich ernst nehmen, die jüngeren Mönche eher damit beschäftig waren, sich gegenseitig doofe Fratzen und Grimassen zu schneiden.

Gigantische Aussicht

Nachdem die Puja vorbei war und sich die Mönche alle verdrückt hatten, sind wir durch das Kloster gelaufen. Ungewöhnlich war, das man in nahezu jede Ecke des Klosters gehen konnte ohne das man aufgehalten wurde. Zu gerne hätte ich mal eine Zelle eines Mönches gesehen, aber auf Nachfrage war keiner bereit diese zu zeigen oder sie haben es schlichtweg nicht verstanden was ich genau wollte. Ausblick auf das Thiksetal Ausblick auf das ThiksetalVon den verschiedenen Dachterassen hatte man einen wunderbaren Blick auf das Tal, welches eigentlich totales Kargland war, aber durch ausgeklügelte Bewässerungstechnik, der Natur ein wenig fruchtbares Land abringen konnte im Hintergrund dieser grünen Oasen schlängelt sich der noch junge Indus unauffällig durch das Tal.

Weiter gehts nach Spituk

Die Sonne brannte unbarmherzig auf die Erde, und in der Sonne war es schon wirklich warm, dazu kamen die doch großen Höhenunterschiede im Kloster, welche durch steile und ungleichmäßige Treppen überwunden wurden. Nach guten zwei Stunden ging uns die Luft aus und wir haben uns nach Spituk fahren lassen, dem letzten Kloster auf dem heutigen Ausflug.
Spituk liegt in unmittelbarer Nähe zu Leh und ist das Zentralkloster des Gelbmützenordens, aber viel kleiner und nicht ganz so imposant. Gebetsraum im Kloster Spituk Gebetsraum im Kloster SpitukDie Gonkhang, ein Raum für die Schutzgottheiten, war nochmal ganz interessant. Der Innenraum war von den unzähligen Butterlampen russgeschwärzt und zwei Restauratoren waren gerade dabei im Schweiße ihres Angesichts in den durch die Butterlampen gut beheizten Räumen neue Farben auf die Gottheiten zu pinseln. Die sonst so mild dreinschauenden Stauen hatten hier schon teils einen sehr Zornvollen Blick und so war ich fast schon froh, das die größte der Statuen das Gesicht verhüllt hatte.

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