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Nachdem wir gestern wieder über den den Pass zurück nach Leh gefahren sind, hatte unserer Fahrer in einer schmuddeligen Ecke einer Ortschaft Mittagspause gemacht. Wir konnten zwischen zwei runtergekommen Restaurants auswählen, also entschieden wir uns für das üblere von Beiden. Das Andere war leider voll besetzt. Mit einer mords Laune hat uns der Inhaber an einen dreckigen Tisch bugsiert, Andreas bestellte eine Maggi Suppe und ich ein Chowmain.  Am Fuß des Pass Am Fuß des PassSo schmuddelig das auch alles war, so lecker wars dann auch und ich hätte noch ein zweiten Teller futtern können.
In Leh konnten wir nochmal eine Nacht im Ladakh Green Hotel übernachten, bevor es dann heute über denn Chang La Pass zum Pangong See geht.

Der Chang La Pass

Um 09:15 holte uns unser Fahrer wieder vom Hotel ab und wir fuhren aus Leh raus. Zumindest versuchten wir das. Da gerade der Ladakh Marathon war, waren sämtliche Straßen gesperrt oder total verstopft. Das Chaos auf indischen Straßen kennt einfach kein Maximum. Immer wenn man denkt es kann nicht schlimmer werden, dann kommt der nächste Tag mit dem Gegenbeweis.
Über Schleichwege haben wir es geschafft, doch auch Leh raus und zum Pass zu kommen. Schon hier zeigte sich, dass Pass nicht gleich Pass ist und hier, kaum 20 Kilometer Luftlinie zum gestrigen Pass, zeigte sich diese Gegend hier als sehr viel reizvoller. Die Gipfel werden weiß Die Gipfel werden weiß Die Berge hatten hier eine ganz andere Färbung und hörte auch die Zivilisation und die dazugehörige Vegetation sehr viel früher auf. Spektakuläre Ausblicke wurden nach jeder Kurve um den nächsten Berg von einem neuen noch viel interessanteren Ausblick mit noch gewaltigeren Wolkenspielen abgelöst. Geduldig fuhr unserer Fahrer alle zwanzig Minuten an die Seite, während wir versuchten diese einzigartige Natur irgendwie auf Flashspeicher zu bannen.

Zweiminuten Terrine

Gegen Mittag machten wir dann irgendwo im Niemandsland lunchbreak, genau neben einer Wellblechhüte, die in einer herpesförderden Umgebung Tee, Suppe und Nudelsuppe servierten. Wir drei entschieden uns für eine Zweiminuten Terrine von Maggi. Bei Maggi kann man ja nicht allzuviel falsch machen, dachte ich. Hmm leider produziert Maggi auch für indische Geschmäcker und so saß ich wenig später schniefend röchelnd vor Nudeln in einer gelblichen Soße, welche in einem Metallnapf serviert wurde.  Die Berge werden braun die Gipfel weißer Die Berge werden braun die Gipfel weißerDer Fahrer und Andreas hauten das Zeug weg, als hätte es seid Wochen nichts zum Futtern gegeben. Irgendwann war auch mein Napf leer, bezahlten 90 Rupee (1.10€) zusammen und wir fuhren weiter.

China in greifbarer Nähe

Zwei Stunden später haben wir dann endlich den Pangong See erreicht und machten einen ersten Fotostop direkt am Ufer. Diesen See teilen sich Indien und China und so konnte man einen kurzen aber eindrucksvollen Blick nach China rüberwerfen. Eine steife Prise wehte aber über den See, so das ein längerer Aufenthalt eher uninteressant war.
Also stiegen wir schlotternd wieder ein und wir fuhren 20 Minuten weiter zu unserem heutigen Etappenziel, ein Zeltcamp direkt am Ufer. Dort angekommen wurden wir gleich freundlich mit einer Tasse Chai Tee in Empfang genommen. Nach der Tasse Tee hat man uns denn Zelt Nummer Neun zugeteilt. Also holten wie unser Gepäck aus dem Jeep und brachten dieses ins Zelt.
Jedes Zelt hatte seine eigene Sanitäre Einrichtung, bestehend aus einem Waschbecken und einer Toilette, die einer öffentlichen Toilette im nichts nach stank.  Ein Blick nach China Ein Blick nach ChinaAlso versiegelten wir gleich die Stofftüre zum Sanitärbereich, nachdem ich ins Waschbecken uriniert hatte, der Toilettendeckel wollte nicht oben bleiben, zwei Sachen gleichzeitig konnte ich nicht oben halten und da das Waschbecken grad in der richtigen Höhe war ..... So wollten wir den Großteil des Geruchs aus dem Hauptzelt raushalten. Der Erfolg war tendenziell eher mäßig.

Gelbe Soße und gewärmtes Kerosinwasser

Nachdem die Sonne sehr spektakulär über dem Pangong See den Tag beendet hatte, zogen die Temperaturen zügig an und wir flüchteten ins Dinningrzelt, wo bei 9.4 Grad Celsius das Abendessen gereicht wurde. Es war ein Buffet, bestehend aus indischem Chiabatta, Reis, Kartoffeln und Gemüse, ner gelben und einer roten Soße.
Nichts aus dem Mittagessen gelernt, saß ich wieder schniefend und röchelnd vor meinem Teller mit Reis, Gemüse und ner gelben Soße obendrauf.  Die Sahitäranlagen des Zeltes Die Sahitäranlagen des ZeltesIch muss in Zukunft die Finger von diesen gelben Soßen lassen, wobei ich mir sicher war, dass die Rote wohl nicht besser gewesen sein dürfte. Ein Mitarbeiter des Camps stellte uns noch eine Kanne warmen Wassers auf den Tisch. Dankend nahm ich ein großes Glas des warmen Wassers und musste feststellen, das es wohl auf einem Kerosinkocher erwärmt wurde, da das Wasser den Geschmack des Brennstoffs annahm.

4363m lassen grüßen

Zügig sind wir nach dem Abendessen ins Bett, nicht aber bevor den Nachthimmel bewundert hatten. Hier oben, wo weit und breit keine Zivilisation mit Licht den Nachthimmel vergiftet oder die dünner werdende Atmosphäre Licht schluckt, sieht man einen Sternenhimmel so detailreich, wie zumindest ich ihn so noch nicht gesehen habe, und um die ganze Sache noch schnulziger zu machen, zog in dem Augenblick eine Sternschnuppe über den Nachthimmel... Leider blieb es bei der einen.
Unangenehm kalt zog es die Füße hoch und so haben wir uns zügig ins Zelt zurückgezogen. Ohne noch einen Blick auf das Bett geworfen zu haben, war klar, dass ich im neuen Schlafsack schlafen werden, schon alleine wegen den Temperaturen. Der neue Schlafsack war so ein Minus 12 Grad und 1,2 Kilo mini Daunending :-)). Andreas musste ja noch die Tagesdecke hochheben und einen Blick riskieren .... Aber nur soviel dazu, die Tagesdecke blieb an Ort und Stelle liegen :-). Der Mittelpunkt des Zelts Der Mittelpunkt des ZeltsIn der Nacht hatte ich das erste Mal, seid wir im Himalaya sind, echte Probleme mit der Höhe. Nachts um halb zwei wachte ich plötzlich auf und hatte Probleme richtig Luft zu bekommen. So sehr ich mich auch aufs Atmen konzentrierte, ich hatte das Gefühl zu ersticken. Nach und nach gesellten sich auch Übelkeit und ein fieser Kopfschmerz dazu. So bin ich aufgestanden um draußen ein paar Schritte in der kalten Luft zu tun, nachdem ich wieder im Zelt zurück war, ging's mir wieder besser und ich hatte weiterschlafen können.

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Kommentare der Besucher:

David schrieb am 14:00 26.09.2014:

Rööööchel - Ja uns gehts gut. :-) keine Lawine, aber das Fehlen von Internet, Elektrizität macht uns zu schaffen.

Lars Fichtler schrieb am 21:29 25.09.2014:

Hab grad nochmal den Artikel gelesen und gegoogelt. Also ihr könnt das wohl nicht gewesen sein. War nur der erste Schreck, als ich den Artikel gelesen hab.

Lars Fichtler schrieb am 19:41 25.09.2014:

Ich habe gerade bei NTV gelesen, dass im Himalaya 2 Bergsteiger verunglückt sind. Davon ein 35 jähriger aus München. http://www.n-tv.de/panorama/Lawine-toetet-Bergsteiger-article13677101.html - Gehts euch gut???????