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Tag 19

Heute morgen ging es mir zwar wieder besser, aber seid gestern Mittag nichts mehr gegessen hatte nun die Folge das ich mich nicht imstande sah mein Gepäck die letzten 8 km und 3 Stunden nach Lukla zu transportieren.
Der Besitzer der Lodge konnte helfen und vermittelte seine Küchenhilfe für 1500 NRP das Gepäck nach Lukla zu transportieren

Echte Freude - auf beiden Seiten

Nach einem kleinen Frühstück packte ich meinen Rucksack und wollte ihn vor das Haus stellen, wo aber der Besitzer, seine Frau, Oma, die Kinder und vermittelte Küchenhilfe schon alle Sherpa LodgeSherpa Lodgeversammelt warteten. Da ich nur zwei 1000 NRP Scheine hatte, war Oma gleich zur Stelle und wechselte. Als ich der Küchenhilfe das Geld in die Hand drückte, freute sich die wie ein Schneekönig, keiner hat ihr wohl über die vereinbarte Summe Bescheid gegeben. Na jedenfalls hoch motiviert, schnappte sie sich meinen Rucksack, wog ihn in den Händen ab, guckte etwas komisch, dann wog ihn der Besitzer, Oma und die Frau. Als alle etwas blöd geschaut und irgendwas auf nepalesisch Gesprochen hatten, sagte ich ganz schnell 14 kg. Das reichte schon aus und die Küchenhilfe schwang den Rücksack auf die Schultern, Oma befestigte noch einen kleinen Rucksack an meinem und weg war sie. Das Hotel Everest Kitchen Home war allen bekannt, da das wohl eine Cousine des Hauses war. Hier auf dem Track ist auch jeder mit jedem verwandt

Auch ohne Gepäck nicht ohne

Der Weg war nicht mehr groß anspruchsvoll, aber wenn man nicht ganz auf dem Damm ist, kann auch so ein Weg anstrengend werden, so brauchten wir bis Lukla dann nicht 3 Stunden sondern 5 Stunden. 20 Minuten vor Lukla, ich war am Ende und schlich eher als ich lief, überholten mich zwei Italiener, welchen meine Verfassung mit entging. Die Einzigen denen das auffiel und fragten gleich, ob alles okay sei. Ich erzählte was passiert war, gut, machen konnten sie nichts, liefen aber langsamer und sofort erzählte einer der Beiden über deren Tour, zum Iceland Peak, zum Base Camp, in welcher Zeit und das sie heute morgen in Namche Bazar losgelaufen waren. Frühling im KhumbuFrühling im KhumbuPerfide Aktion mich ins Gespräch zu verwickeln, denn die angeregte Unterhaltung mit den Beiden lies mich kurz alle Gebrechen vergessen und am Ende des Gesprächs waren wir in Lukla angekommen. Als sie meine Freunde in den Augen sahen, lachten Sie beide verabschiedenden sich und rannten weiter :-).

Das Everest Kitchen Home

Das Hotel war direkt neben dem Tenzing Hillaray Airport und die Aufmachung war wie ein typisches Airport Hotel, ebenso die Preise und die Freundlichkeit des Personals. Als Zimmerkategorie haben wir die günstige genommen, was bin ich froh wenn wir morgen in Kathmandu sind. Kaum hatten wir das Zimmer bezogen, ging draußen ein Wolkenbruch vom Feinsten nieder. Zum Glück waren wir schon da, vermutlich den Italienern zu verdanken, dass wir nicht nass geworden sind.

Abendessen in den Sand gesetzt

Der Alles blüht und grüntAlles blüht und grüntGastraum war wenig gemütlich, riesig groß, ein winziger Ofen um den sich schon eine englische Gruppe aus Trekkern scharte, einem Mops im Käfig, vermutlich um ihn ruhig zu stellen und eine überforderte Küche. Die englische Gruppe feierte hier ihre erfolgreiche Expedition zum Base Camp. Die Ansprache von Sherpa und einigen Mitgliedern trieb uns die Tränen in die Augen. Welch Anstrengungen sie unternommen hatten um das Base Camp zu erreichen, welche Entbehrungen sie erleben mussten und und und. Na klar, die Sherpas hatten die Arbeit und selbst nur mit einem Kilo Wasser gelaufen. Tzzz. Kann ja jeder. Doch bei allem Spaß und Blödeleien über die Ansprachen, ist uns eigentlich erst jetzt so richtig klar geworden, was wir die letzten 19 Tage geleistet hatten, welche Entbehrungen wir so hingenommen hatten, wie Lukla ist erreichtLukla ist erreichthoch wir gelaufen waren, wie weit wir gekommen sind und erfahren haben was Sherpas eigentlich Tag täglich so leisten, wenn sie Gepäck für Gruppen tragen, das Essen auf die Dörfer verteilen oder Equipment zum Base Camp schleppen.
Das Abendessen für uns bestand aus Tee, einer Hühnersuppe für mich, einem Swissrösti für Andreas und einem frühen ins Bett gehen. Die englische Gruppe hatte geschlossen das Burger Programm des Hotel bestellt. Wir hatten auch schon damit geliebäugelt, aber es dann doch bleiben lassen. Gott sei Dank, denn als nach einer Ewigkeit die ersten Burger den Weg aus der Küche fanden, war auf jedem einzelnen Burger das Paddy wohl noch gefroren.... Als die anbissenen Burger alle samt wieder in der Küche verschwanden um erwärmt den Weg wieder zurückzufinden, erreichte wohl kein Burger mehr denjenigen, der ihn initial angebissen hatte, somit kehrten die Burger auch wieder alle zurück in die Küche. Ob die englische Gruppe noch was zum Essen bekommen haben, wissen wir nicht mehr, da wir irgendwann ins Bett sind.

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