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Trekking in Sapa

Da nun die Besteigung des Fansipan aus Kosten- und klimatischen Gründen nun nicht stattfinden wird, haben wir uns entschieden morgen die NebelsuppeNebelsuppeRückreise nach Hanoi anzutreten. Kurzfristig hatten wir uns gestern Abend noch für eine Tour durch Reisfelder und ein paar Bauerndörfer entschieden.

Pick up im Hotel

Nach einem kurzen Frühstück warteten wir in der zugigen Hotellobby auf den Tourguide, welcher uns zur heutigen Tour abholen sollte. Draußen war der Nebel gefühlt noch dichter geworden und als leichter Nieselregen einsetzte, stand auch schon unser Tourguide in der offenen Eingangstur des Hotels. Eine lokale Bäuerin in farbenfroher Tracht übernahm den Job des heutigen Tourguide und mit einem strammen Schritt ging’s los um Tourbüro, wo wir noch weitere Gäste einsammeln wollten. Auf dem Weg zum Büro gesellten sich dann weitere Abgeerntete ReisfelderAbgeerntete ReisfelderBäuerinnen zu uns, alle ebenfalls in schöner Tracht gewandet, nur die Gummistiefel mochten nicht ganz dazu passen.
Erst dachte ich, sie wollten uns irgendwelchen Touristennippes verkaufen, weil in ganz Sapa auf den Straßen die Einheimischen in Tracht zu finden sind und den Touristen irgendwas verkaufen wollen. Die Mädels erfüllten aber wohl er den Zweck einer Leibgarde oder so, jedenfalls wurden wurden wir auf dem Weg zum Büro von keinem weiteren Angesprochen.

Im Bus geht’s los

Kaum waren alle versammelt, war der nächste Weg zu einem Minibus, welcher uns 4 Kilometer weiter raus aus Sapa ins Hinterland fuhr.Fahrverbot Fahrverbot Hier hoffte ich dem Verkehr und das ewige Gehupe zu entkommen. Der Weg führte über eine unbefestigte Straße, welche aber gerade umgebaut wurde, vorbei an einem Checkpoint bis zu dem Punkt wo wieder mehr Natur als Nebel zusehen war. Von dort aus ging es dann zu Fuß weiter. Die Nebelgrenze war zwar deutlich höher, so hatten wir auch endlich wieder mal etwas Fernsicht, leider aber kein Sonnenlicht. Auf der einen Seite passte dieses melancholische Licht zu den abgeernteten Reisfelder, aber fürs fotografieren war es Gift. So liefen wie eine gute Stunde durch etliche Dörfer, machten immer wieder in kleinen Manufakturen halt, wo wir uns einen Überblick über das lokale Handwerk erhalten konnten. Kleine Webereien, welche mit vollkommen einfachen Webstühlen die Stoffe für die Trachten webten, Brauereien, welche aus Mais Unmengen des lokalen Bierchen brauten, die Mengen war schon fantastisch, vermutlich braucht man das hier auch, wenn ständig nur Nebel ist. Auf Bauernhöfen konnten wir sehen, wie mit vollkommen einfachen Mitteln das Spreu vom Reiskorn getrennt wurde. Als ich diese Konstruktion sah, Bäuerin beim NähenBäuerin beim Nähenwurde mit klar warum die hier alle so dünn sind, denn der Vorgang dauerte ewig. Im Boden war eine kleine Schale wo eine Handvoll Reis drin war. Über eine Wippe, wo eine Seite in den Reis stampfte, wenn auf der anderen Seite genug Wasser in den Behälter geflossen war. So stampfte die Konstruktion alle 10 Sekunden einmal in den Reis.

Endlich Sonne

Auf dem weiteren Weg sahen wir dann auch noch wie aus Sternanis, Kardamom und einer weiteren Zutat, wo ich nicht verstand was es genau ist, Räucherstäbchen gefertigt wurden, welche die Umgebung in einem angenehmen Duft tauchten, egal ob sie brannten oder einfach nur so zum trocknen Lagen. Als wir endlich zum Mittagessen einkehrten, war ich ganz froh, den zum einem entkamen wir endlich diesen aggressiv fahrenden und hupenden Zweirädern und zum Anderen kam dann endlich auch wieder einmal kurz die Sonne heraus. Diese Zweiräder hier sind eine echte Plage und haben den Vormittag bisher ziemlich versaut.

Durch die Reisfelder

Nach einem einfacher Webstuhleinfacher Webstuhlsehr leckeren Mittagessen, bestehend aus Tofu, gebratenen Hühnchenstreifen in Gemüse, Reis und noch mehr Gemüse ging der Weg, zu meiner Freude, endlich durch unwegsames Gelände, zumindest zu unwegsam, dass uns keiner dieser zweirädrigen und hupenden Nervtöter weiter belästigen könnte. 20 Minuten später standen wir, mittlerweile Entspannt von der Natur, vor zahlreichen Reisfelder. Schöner Anblick bis ich mir die Frage stellte, wie es nun wohl weiter ginge. Den ein Weg war jetzt nicht mehr zu sehen. Die Bäuerinnen Reisfelder Reisfelder warteten das geknipse der Anderen ab, ehe die Erste über die Umrandung der Reisfelder balancierte. Ich schluckte, da die Umrandung keinen Fuß breit war. Ängstlicher Blick der Anderen und das ermutigende zureden einer Bäuerin, bewegte den ersten aus der Gruppe loslaufen. Als dieser ohne Problem die Reisfelder überwand, kam die Nächte, welche dann gleich mit dem rechten Fuss im Schlamm landete. Die nächsten zwei kamen wieder gut durch, danach meinte Andy, dass wir langsam los sollten, da das sonst zu glitschig werden würde, wenn noch mehr drüber laufen würden. Gesagt und schon stand der Nächste im Sumpf und das Knöcheltief und weiteren Verlauf dann auch mit beiden Beinen. Also zogen wir es vor eine Ebene höher zu laufen, was sich aber als noch glitschiger herausstellte, zumindest für mich.Reisfeld am SchuhReisfeld am Schuh

Bambus Forrest

Der weitere Weg war ereignislos und der Weg lehmig Ausgelaufen, ich persönlich war dann ganz froh, als der rutschige Weg durch ein Bambus Wäldchen führte, so hatten man die Möglichkeit sich festzuhalten. Nachdem Bambus Wäldchen endete dann die Tour an einem kleinen Wasserfall und an dessem Fuß mit einigen Verkaufständen, Happy im BambuswaldHappy im Bambuswaldwo weitere Bäuerinnen nun ziemlich aggressiv ihre Waren feilboten.

Flucht auf nen Fels

Wir kauften bei einer Bäuerin zwei schön bestickte Armbänder, was aber dazu führte, dass eine andere Bäuerin richtig eifersüchtig wurde, und zusammen mit zwei Weiteren mich übelst bedrängte nun auch bei Ihr Bänder zu kaufen. Das ging schlussendlich soweit, dass ich auf einen kleinen Felsen flüchte und gegenüber unserem Tourguide Hilfe anforderte um die Meute loszuwerden, da ich ja schon gekauft hatte. Nach längerer Diskussion zwischen Tourguide und Bäuerinnen, zogen diese langsam und ich konnte wieder vom Felsen runter klettern.

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