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Vorweg gleich ne Anmerkung in eigener Sache:
Das Problem die Bilder nicht vergrössern zu können habe ich heute morgen noch gefixt, es sollte jetzt also wieder möglich sein die Bilder im Vollbild anzeigen zulassen.

Das Time Square

Heute sollte aufregend werden, denn um 16 Uhr hatten wir Tickets für den Burj Khalifa gebucht, doch leider spielte das Wetter gerade nicht mit, denn es war morgens schon flächig bewölkt.
Bis dahin mussten wir noch ein bisschen die Zeit totschlagen. In unserem Reiseführer wurde eine Shopping Mall hochgelobt, das Time Square in Dubai. Das sollte laut Reiseführer die Mall für Elektronik schlecht hin sein
" ... Unter den vielen Shopping Malls in Dubai hat eine solche noch gefehlt. Sie bietet die grösste Auswahl an elektronischen Artikel jedweder Art. Alles was in irgendeiner Weise der Sparte Elektronik zugeordnet werden kann, wird hier von 300 Spezialgeschäften angeboten..."(Auszug Dumont Reiseführer Dubai Seite 201)
und nachdem ich eh meinen USB-Kartenleser vergessen habe, war das doch die Gelegenheit einen günstig zu erstehen. Problem war, dass dieses Time Square Center genau zwischen zwei Haltestellen lag, also mussten wir einen kurzen Walk im Wüstenklima hinnehmen, da aber heute eh bedeckt war, kein Problem.
Wir sind also eine Station vor der Mall ausgestiegen und wollten den Rest weiterlaufen. Und schon war wieder bestes Wetter, die Sonne brannte herzlos runter, es kam mir heisser vor als gestern. Das Thermometer in meiner Uhr zeige 40,5 Grad Celsius an. Nach 20 Minuten Fussmarsch ging's nicht mehr weiter, denn eine grosse vierspurige Strasse versperrte uns den weg. Überqueren ging auch nicht, da auf der anderen Seite ein Metallzaun war. Also drehten wir fluchend um liefen zur Metro zurück. Nach insgesamt 40 Minuten bei sengender Hitze kamen wir wieder in der kalten Metro an und fuhren eine Station weiter. Bei der Station Nummer 18 First Gulf Bank sind wir wieder ausgestiegen. Ich weigerte mich strikt noch einen Schritt zu tun und spendierte ein Taxi. Dieses brachte uns dann zur Mall.
Erst freute ich mich über den günstigen Preis von sieben Dirham, als der Taxler aber das Taxameter anhielt, sprang der Preis, oh Überraschung, auf 10 Dirham um. Naja wer wird denn wegen 3 Dirham ein Fass aufmachen. Klar normalerweise ich, aber ich war von dem Wüstenwalk noch etwas erschöpft, dass ich bezahlt habe. In der Mall angekommen, fiel mir die schlechte Klimatisierung auf, nur 27 Grad Celsius. Muss ich jetzt beim shoppen schwitzen?
Ein Club aus Eis in mitten der Phoenix MallClub Zero

Die Abkühlung bei ner heissen Schokolade

Also entweder wir haben was übersehen oder der Reiseführer hatte sich geirrt, denn dort gab es nur einen Elektrofachmarkt, vergleichbar mit Saturn. Die anderen Läden in der Mall waren Ramschläden, Supermärkte und Imbisse. Ein Laden jedoch stach besonders hervor. Ein Sub Zero Laden. Dieser wurde im Reiseführer als einer der sieben weltweit einzigen Clubs beschrieben, bei dem alles aus Eis ist. Hier ist wirklich alles aus Eis gemachtClub Zero
Naja warum auch nicht, also wollten wir rein. Für den Eintritt knüpften sie uns mal eben 60 Dirham pro Nase ab, also umgerechnet 12 Euro, im Preis war aber schon ein Getränk enthalten. Naja, wir haben das Wuchertaxi bezahlt, dann ist das auch noch drin. Die kleine Asiatin hinter der Kasse macht sich dann gleich daran Andy mit Wintersachen auszustatten, als sie bei mir weitermachen wollte, fragte ich erstmal wie kalt das da drin sein sollte. -6 Grad Celsius meinte sie und lachte herzlich, das verstummte augenblicklich, als ich coole Socke grossspurig die Winterklamotten ablehnte. Nach diesem Mörderwinter sind die -6 Grad Celsius doch Kindergarten.Auch die Sitzmöglichkeiten sind EiswürfelClub Zero
Drin angekommen klirrende Kälte, die Ventilatoren machten aus den Minus sechs grad gefühlte -20. Verdammter Windchill, warum muss ich auch immer meine Klappe so weit aufreisen. Als wir den Raum betraten, wurde es sofort still und alle vollvermumten Araber schauten auf uns. Getuschel setze ein und kaum sassen wir, parkte ein Araber seinen Sohn vor uns und machte mit den Händen Knipsgestigen. Andreas gab ihm sein I-Phone. Irritiert macht er ein Foto von uns. Irre so ohne Jacke, dachten wohl auch die anderen GästeDavid on IceEs stellte sich aber heraus, dass er ein Bild mit seinem Sohnemann und uns haben wollte. Der Kleine fand diesen unpassend gekleideten Europäer wohl etwas suspekt und machte sich aus dem Staub. Somit musste Papa herhalten der sich neben uns stellte. Blitzlichtgewitter. Solangsam wurde die Kälte unerträglich, aber als Club Held konnte ich mir nicht die Blöse geben und jetzt ne Jacke holen. Also nutze ich mein Freigetränk dazu mich zu wärmen und lies mir ne heisse Schokolade kommen.Die Becher waren nicht aus EisClub Zero
Für alle die das auch mal machen wollen, fahrt in Dubai mit der roten Linie Richtung Jebel Ali und steigt bei Haltestelle 18, First Gulf Bank aus, und nehmt ein Taxi für ca. 10 Dirham zum Times Square Center.
Nach 20 Minuten haben wir den Club verlassen und sind zur Metro zurück, aber zu Fuss. Ich musste mich unbedingt wieder aufheizen..
Nun war's dann so weit und 16 Uhr rückte langsam näher und somit auch der Besuch auf dem im Moment höchsten Gebäude der Welt, dem Burj Khalifa. Von der Metro aus konnte man den Turm schon heute morgen auf dem Weg zum Time Square Center sehen, und auch jetzt, als wir dort ausgestiegen sind, konnten wir ihn durch die Fenster der Metro sehen. Von unten sieht der wahnsinnig imposant aus, nur die Höhe lässt sich kaum abschätzen und so, fand ich, sah der Turm gar nicht so gross aus. Von der Metrostation führte wieder eine Röhre zu einer Shopping Mall, die unter dem Turm war. Diese Röhre ist einen guten Kilometer lang, natürlich vollklimatisiert und dass man erst gar nicht Gefahr kommt zu schwitzen, sind dort Förderbänder worauf sich die Besucher fortbewegen konnten.

Der Burj Khalifa

In der Mall angekommen stockte mir der Atem, sowas gigantisches habe ich noch nicht gesehen. Shopping Mall am Fusse des Burj KhalifaEmirates Mall Grösszügig angelegte Hallen, Geschäfte links und rechts auf drei Ebenen, stilvolles Ambiente, das Bild kann dieses Volumen nicht oder kaum transportieren.
Mit etwas Mühe und gerade vor der gebuchten Zeit konnten wir den Check-In Schalter des Turms erreichen. Wir haben ohne Umwege fast ne halbe Stunde zu Fuss gebraucht, also bitte einplanen. Unten mussten wir dann erstmal durch den Metaldetektor und unser Handgepäck Röntgen lassen. Dann ging's über lange Korridore zu den Aufzügen. Die waren waren flink und machten die ca. 300 Meter in den 124. Stock in bisschen mehr als 45 Sekunden, ohne das man gross was mitbekommen hätte.
Oben angekommen standen wir dann erstmal in einer klinisch sauberen Lobby von dort es über eine Drehtüre auf die Plattform nach draussen ging. Warmer Wind und eine mittelmässige Fernsicht liessen einen kleinen Eindruck über die Grösse von Dubai erahnen. Von oben hatte man auch wunderbaren Blick auf die Dubai Fontaines welche vor dem Burj Khalifa ab 18 Uhr alle 30 Minuten spielen. Der Sonnenuntergang war unspektakulär, die über Dubai hereinbrechende Dämmung war dafür umso faszinierender und dabei entstanden ein paar schöne Bilder.
Auf Grund der Nähe zum Äquators hält die Dämmerung nicht lange und nach 20 Minuten war es stockdunkel und so entschieden wir uns, wie alle anderen auch, den Turm wieder zu verlassen. Der Blick auf das nächtliche Dubai von der Besucherplattform des Burj KhalifaDubai by NightNeben schreienden Kindern und müden Eltern warteten wir 30 Minuten geduldig bis wir zum Aufzug kamen und kurz davor ging eine Seitentür auf und eine Mitarbeiterin winkte uns zu, wir sollen mitkommen. Etwas begriffsstutzig schob ich Andy in den Korridor, bevor die Dame es sich anders überlegte, den ich wusste genau, das wir jetzt den hausinternen Aufzug nutzen durften. Neben uns waren noch 6 andere Auswählte mit von der Party. Motzig und noch immer nicht verstanden worum es eigentlich ging stand Andy maulend im Gang vor einem anderen Aufzug. Er verstünde jetzt überhaupt nicht warum ich ihn jetzt in der Gegend rum schieben müsse. Aufgeregt versuchte ich ihm unser besonderes Glück zu schildern, vergebens....
Über vier Aufzüge gelangten wir in die verschieden prunkvoll und edel ausgestattet Etagen des Turms, überall waren Security die darauf achteten, das keiner vom Weg abkam und auch keine Bilder gemacht wurden. Verdammt. Überall dunkles Holz an den Wänden, und langfloriger Teppich vermittelte eine sehr wohnliche Atmosphäre. Die Beleuchtung war so gewählt, das nur die wichtigen Dinge beleuchtet wurden, Wohnungsnummern, Griffe, Blumen und ganz leicht der Teppich. Hmm das spart dann wohl auch die Putzereien, wenn der Staub im Dunklen verborgen bleibt. In etwa kann man sich das so wie ein Besuch bei Abercrombie & Fitch vorstellen, aber einfach nur mit mehr Stil und ohne dieses Parfüm.

Gänsehautfeeling

Am Fusse des Burj Khalifa, die grandiosen WasserspieleWasserspiel by NightZum Abschluss des Tages haben wir es dann doch nochmal gewagt raus zugehen um die Wasserspiele auch von unten zu sehen. Gerade noch rechtzeitig konnten wir einen guten Platz ergattern, zwar nicht in erster Reihe, aber vor uns waren nur Italiener, also hatten wir auch in zweiter Reihe einen hervorragenden Blick auf das Wasser. Eben hatten noch Lichter im Wasser und am Turm geblitzt und dann hörte es auf. Das schnattern der Menschen ebbte ab und es war still geworden. Dann plötzlich schmetterte aus dem Nichts Whitney Huston ihren bodyguard Song über die Lautsprecher und synchron dazu fingen die Wasserspiele an. Ich traue mich Wetten dass.. 80% der Leute bei 37 grad Temperatur eine fette Gänsehaut hatten. Ungläubig und mit der Videokamera in der Hand, glotze ich mit offenem Mund auf das Wasser. Das Wort Gigantisch beschreibt nichts...
Am Fusse des Burj Khalifa, die grandiosen WasserspieleWasserspiel by Night Nach leider 2,5 Minuten war das Schauspiel vorbei und nur langsam began ich zu realisieren was da abging. Uff.
Auf der andere Seite, wenn man etwas nachdenkt, ist das schon irgendwie wahnsinn, das man in mitten der Wüste so mit Wasser umgeht. Ein paar Kilometer weiter raus aus Dubai, kämpft die Natur um jeden Tropfen Wasser und hier spritzt man zur Belustigung der Menschen damit rum.

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